Day 1 - Italien (Verona, Garda)


Heute habe ich meine erste Interrailreise begonnen.

Um 5:20 startete ich mit drei ganzen Stunden Schlaf in den Tag. Weil es das Schicksal so wollte, habe ich gleich mal den ersten Zug, in der trauten Heimat🥴, verpasst.

 Tipp Nr 1: Lieber nicht nur auf die InterrailApp “Rail Planner” bauen, sondern entweder spontan sein und am Bahnhof vor Ort die Züge checken, oder bei den jeweiligen Unternehmen online Abfahrtszeiten einsehen. 

Da mir das kleine Hoppala aber nicht im Weg stand, sprang ich eben in den nächsten Zug, Richtung Salzburg. Mit der neuen Abfahrtszeit musste ich zwar insgesamt drei Mal umsteigen, konnte aber im Regionalzug von Brennero Brenner nach Verona ein wenig Schlaf nachholen. Vorweg wusste ich schon um 6:00, als ich von zuhause wegfuhr, dass ich mir wirklich mehr Gedanken um Gepäck machen hätte sollen. Deshalb:

Tipp Nr 2: 

Kleine Taschen sind toll. Große Taschen sind groß (und schwer). Also, go 4 the kleinere Tasche.

Ich habe nur das Mindeste mit, jedoch ist mein Rucksack so riesig, sodass mein geliebtes neues Zelt schon an der Türschwelle meines Zimmers von der Reise abtreten musste😢. Ich kann sogar behaupten, dass vielleicht 60% des Stauraums ausgefüllt sind. Aber ich habe schon eine Idee, wie ich das Problem Gepäck umgehen werde. Dazu morgen mehr.


Insgesamt bin ich zehn Stunden mit dem Zug gefahren. Mein Popo darf daran glauben und mein Rücken leidet mit. Aber so lange werde ich die kommenden Wochen nicht mehr im Zug sitzen. Der erste Halt meiner Interrailreise war Verona (Puerto Nuova). *Hiermit entschuldige ich mich für jegliche Fehler der Rechtschreibung, Grammatik oder Sonstiges. Ich habe leider nur mein Handy mit und es hat mich große Überwindung + zahlreiches Mindmap-Erstellen gekostet, um zu wissen, wie ich meine Reise festhalten will und ob ich überhaupt Zeit damit “verschwenden” möchte, andere in einer Weise teilhaben zu lassen. Für mich ist es einfach schwer, den Schritt zu gehen und soziale Netzwerke für solche Dinge zu nutzen, weil es eigentlich niemanden etwas angeht, wofür ich meine wertvolle Lebenszeit aufwende und es raubt doch genauso Zeit, im Anschluss alles schreiben zu müssen. Daher: Kommt die nächsten 4 Wochen oder mein restliches Leben kein einziges Posting mehr, habe ich wohl einfach zu viel Spaß oder keine Zeit, um hier am Handy Erlebtes niederzuschreiben. Schreiben werde ich so oder so, nur schreibe ich zumeist einfach in mein Buch. Mit Kugelschreiber. Auf Papier. Ende;) *



Soooo, weiter gehts. In Verona gab ich für 6€ mein Gepäck und spazierte friedlich zwei Stunden durch die Stadt. Die Stadt hat eine angenehme, idyllische Atmosphäre. Teilweise erinnert sie an Venedig, jedoch ist die Altstadt bewachsener und bunter. Lange hielt ich mich also nicht auf. Um 18 Uhr ruhte ich mich unter einem Baum in der Nähe des Bahnhofs etwas von meinem Reisetag aus. Anschließend ging es dann mit dem Zug nach Peschiera Del Garda. Die Zugfahrt war so etwas wie eine kostenlose Sauna, weil nach den 15 Minuten Fahrzeit war ich von oben bis unten, innen und außen durchgeschwitzt und überhitzt. Ja, also das mit dem “man kann Gewand auch öfter tragen” wird in dem Fall nix. Halb so schlimm, ich habe ja Reisewaschmittel mit. Alles tiptop geplant😉.

Tipp Nr 3: 

Nicht alles muss geplant werden. Ein paar grundlegende Dinge darf man sich aber vorher überlegt haben. Überhaupt, wenn man alleine unterwegs ist. (Der Tipp bringt mich aber auf die Idee, dass ich bei einer der nächsten Reisen einfach ohne irgendwas losreise. Also ja, mit Ticket, Handy, Reisepass und Geld. Minimalistisch eben. Aber alles andere kann man meistens immer kaufen, sobald es benötigt wird. Hmu if u wanna experience this with me).)

Am Gardasee war ich in einem super tollen, modernen Hostel (Meet Hostel), mit sehr freundlichen Leuten. Personal, sowie Gäste. Bis jetzt ist es sogar das schönste, in dem ich je war. Top Ausstattung, tolle Lage, gutes Internet. 


Abends kaufte ich mir eine Pizza und genoss sie bei Sonnenuntergang und Live-Musik aus dem Restaurant von nebenan. Es war so schön und die Aussicht atemberaubend. Die Pizza schmeckte, wie sie in Italien sein soll und war nicht zu hart. Danach gings zurück ins Hotel, weil ich unbedingt Leute kennenlernen wollte. Es hat nämlich einfach den Eindruck gemacht, als würden die meisten chillig und nett drauf sein und offen für neue Bekanntschaften sein. Kaum zu glauben, ich trat nur ein und schon hatte ich Manuel an der Backe. Er kam aus Deutschland und wirkte etwas verwirrt, aber keineswegs einschüchternd. Natürlich darf man niemandem blind vertrauen, aber er fragte spontan, ob ich mit ihm an einen Strand fahren wollte. In meinem Kopf ging ich alle Pro/Kontras durch und schaute ihn nochmal genau an. In der heutigen Zeit muss man zwar nicht vor jedem Angst haben, aber leider haben sich in Österreich in letzter Zeit viele schreckliche Dinge zugetragen, weshalb immer Vorsicht geboten sein soll. Mein Problem: ich liebe Spontanität und bin eine sogenannte “strong and independent woman”. Heißt so viel, wie ich entscheide selbst und kann alles auch alleine schaffen. True that, aber manchmal muss man akzeptieren, dass es heiklere Situationen geben kann, in denen auch Worte nicht mehr helfen. Ich gehe solchen Situationen so gut es geht aus dem Weg und stürze mich nicht ins gaaaanz Unbekannte (Bsp.: gehe nicht mit Leuten mit, deren Intentionen ich nicht einsehen kann.) War bei Manuel nicht der Fall, weil er leise und nervig war und man kein interessantes Gespräch aufbauen konnte. Dh. ich konnte irgendwie intuitiv einschätzen, dass er nicht den Mumm hätte, mich in eine doofe Lage zu bringen. Also, ja, summed up, es war nett, jemanden kennenzulernen und nicht nur im Zimmer zu sitzen. Nett ist die kleine Schwester von Scheiße, jaja, dies das, Wasserglas.

Tipp Nr 4: 

Genug Wasser trinken und auch immer eines dabei haben. In dem Fall (ja, Umweltbewusstsein wird unter den Teppich gekehrt) darf es auch eine Plastikflasche sein. Aber sobald Leitungswasser trinkbar ist, fülle ich alle Flaschen voll.


Okay, gute Überleitung, oder🙂. Spaß beiseite. Manuel war nett, aber er war einer dieser Menschen, die mir das Gefühl geben, ich hätte eine bessere Zeit ohne sie. Direkt, aber ehrlich. Diese Erkenntnis trägt aber immer dazu bei, dass ich mir wieder klar darüber werde, dass meine Familie und Freunde tolle Wegbegleiter sind, mit denen ich liebend gerne Zeit verbringe. 

Last but not least war der Abend dann um 11 zu Ende und ich konnte die Nacht gut durchschlafen. 




Kommentare

Beliebte Posts